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Haut & Haar

Genau wie bei uns Menschen ist die Haut bei unseren Heim- oder Haustieren das größte Organ. Jedoch im Unterschied zu uns, bilden die Haare beim Tier ein dichtes Fell, welches sie völlig umschließt und sie vor äußeren Einflüssen schützt, wie z.B. vor Verletzungen, Wettereinflüssen (Kälte, Wärme, Wind etc.) und UV-Strahlen.

An den weniger oder sogar unbehaarten Stellen, z.B. an der Nase, befindet sich in der Haut das Pigment Melanin in größeren Mengen, welches vor Licht schützt.

Bei Hunderassen, wo der Felltyp für die Funktion des Tieres wichtig ist, hat eine besonders strenge Selektion durch den Menschen stattgefunden (z.B. haben alle Wasserhunde ein besonders stark wasserabweisendes Fell oder Kampfhunde ein kurzes Fell).

Die Haut und das Haarkleid sind ein Spiegelbild der Gesundheit des Tieres und der Pflege durch das Tier selbst und dem Besitzer.

Die richtige Pflege von Haut und Haar ist nicht nur eine Frage der Schönheit sondern auch der Gesundheit und somit des Wohlbefindens.

Sie dient der Reinigung und dem Entfernen abgestorbener Haare und loser Schuppen.

Gesunde Tiere putzen sich regelmäßig und sehr wirksam und tragen damit wesentlich zur Erhaltung eines glänzenden, geschlossenem, und schützendem Haarkleid bei.

Durch eine regelmäßige Pflege und Kontrolle von Haut und Haar durch den Besitzer, Tierarzt oder Hundefrisör können bereits erste Anzeichen für Hauterkrankungen erkannt werden.

Bei Tieren mit besonders dichtem oder langem Fell ist die regelmäßige und gründliche Pflege besonders wichtig, da diese Tiere Probleme beim effektiven Putzen haben können und bei Ihnen das Haar stark zum verfilzen neigt.

Dies kann Anlass zu Infektionen und Parasitenbefall bieten. Im Frühjahr und Herbst braucht das Tier mehr Hilfe, damit gewährleistet wird, dass die Hautober-fläche belüftet wird und die Kontrollmechanismen auch wirksam bleiben.

Ausnahmen bilden da Hunderassen wie z.B. der Eurasier der ein Hochzeitskleid entwickelt.
Das heißt die Hündin ist zum Zeitpunkt der Läufigkeit auf dem Höhepunkt ihrer Fellpracht.
An diesem Beispiel kann man auch sehr gut erkennen, welche Konsequenz eine Einflussnahme wie durch eine Kastration für solch ein Tier hätte.

Der Hund kann auf Grund der Einflussnahme (Zucht) durch den Menschen im Gegensatz zu dem Wolf sein Haar nicht mehr komplett alleine wechseln.

Das abgestorbene Haar sitzt zwar lockerer in der Haut als das noch lebende Haar, aber nicht so locker das es von alleine oder durch alleiniges Bürsten zu entfernen wäre.

Es bedarf oftmals professioneller Hilfe.Das heißt Techniken wie das Carding (Entfernen von Unterwolle), Handstrippen (von Hand totes Haar auszupfen) oder Trimmen (Entfernen von totem Haar mit Hilfe eines Trimmmessers) kommen zum Einsatz.